X. Prosa

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Wünsche, Wille, Wege

Ich wünsch mir, ich könnte mich sehn.

Ich wollt mal, ich könnt mich verstehen –

Gedanken beschranken, nach dem Herzen gehen –

befreien vom Schein und einfach zu mir stehn.

 

Manche Wege sind Ziele, manche Ziele brauchen nur einen Weg.

Analytik ist recht leicht, wenn man die Muster nur versteht.

Was nützt nur das Wissen allein,

mit der Gewissheit dass Schmerz wird sein.

 

Ich wünsch mir, mir selber zu trauen.

Ich möchte auch selber noch staunen –

Fundamente mit Hilfe zu bauen

und eisige Ketten aus Angst aufzutauen.

 

Es ist oft einfach Möglichkeiten für vieles zu finden.

Der Kopf gibt die Richtung, aber die Furcht betrifft das Empfinden.

Was passiert, wenn ich zu sehr verletze,

was ist, wenn ich selber breche bei manch innerer Hetze.

 

Ich wünsche dir, dass du dich kannst sehn.

Ich wünsche dir, du kannst zu dir stehn.

Ich wünsche dir viel Herz und Verstand,

wünsch soviel Bewusstsein wie die Wüste hat Sand.

 

Die Lösung – einfach, doch die Überwindung kostet Kraft.

Im Nacken die Sorge, ob man es schafft.

Aber wenn ich die Gefühle nach vorne lasse,

kommt auch der Gedanke, was ich sonst verpasse.

 

Ich wünsche dir die Zeit zu staunen.

Ich wünsche dir, dir selbst zu vertrauen.

Ich wünsche dir auch auf Träume zu bauen

und öfter dich einfach nur umzuschauen.

 

Ich will nicht mehr gefangen sein,

will aufhören mit der selbstauferlegten Pein.

Ich will mit der Faust auf den Tisch draufhauen –

will Grenzen setzen und Brücken bauen.

Alexa. Schau 2020

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